Ein großes Danke an den JAM e.V.!

Wir bedanken uns bei allen, die Ihre Stimme für den Wettbewerb „Verein des Monats“ abgegeben haben ebenso wie bei der OTZ und der Volksbandk Saaletal e.G., die den Wettbewerb monatlich durchführen.
Eigentlich hat unser Verein die wenigsten Stimmen erhalten, doch wir können uns neben dem kleinen Preisgeld von 150 Euro, das wir ebenso wie der Freiraum Natur e.V. bekommen haben, riesig freuen, denn: Der Jump and Move e.V. Saalfeld, der den Werttbewerb gewonnen hat, verkündete gestern bei der Preisverleihung, dass er seinen Gewinn unter den drei teilnehmenden Vereinen aufteilt, da er die Arbeit aller drei Vereine schätzt!

Wir sagen: Klasse Aktion und tausend Dank!

Vereine des Monats Juli 2015
(Foto: Thomas Spanier, OTZ)

Rassismus in der ‚Mitte der Gesellschaft‘

Ein sehenswertes Interview mit Matthias Quent, dem Mitautor einer soziologischen Studie von der Universität Jena über ‚Rechtsextremismus‘, findet sich unter folgendem Link:

Im entsprechenden Beitrag des MDR ist u.a. folgendes zu lesen:

„Sozialwissenschaftler Matthias Quent sagte MDR THÜRINGEN am Freitag, das Klischee, Rechtsextremisten seien männlich, hätten Hauptschulabschluss und seien arbeitslos, stimme nicht. Für rechtsextremistische Ideen seien oft auch Menschen anfällig, denen es objektiv gut gehe, die aber nach oben schauten und sich nach unten abgrenzen wollten, so Quent. Oft handele es sich um Leute, die sich einem großen Kollektiv unterordnen wollten und die zugleich menschliche Schwächen verachteten. […] Nach seiner Ansicht muss sich jemand den Vorwurf des Rassismus gefallen lassen, wenn er Menschen wegen ihrer Herkunft oder Religion über einen Kamm schere. Bei den Debatten um die Flüchtlingspolitik in Thüringen komme es demnach darauf an, wie die Kritik artikuliert werde.
Deutlich wandte sich der Sozialwissenschaftler gegen die Unterscheidung zwischen Kriegs- und Armutsflüchtlingen. Diesen Unterschied müssten Verwaltung und Gerichte machen. Das Grundgesetz kenne diesen Unterschied aber nicht. ‚Im Grundgesetz steht nicht, die Würde des Menschen hört am Fluchtgrund auf‘, sagte Quent. Die öffentliche Debatte um Kriegs- und Armutsflüchtlinge sei wenig hilfreich.“

Quelle: http://www.mdr.de/nachrichten/rechtsextremismus-studie-jena100_cpage-1_zc-688f4b52_zs-6c4417e7.html#userComments

Wir nehmen an einem Wettbewerb der LeserInnen der OTZ teil

Heute, am 6.7. im Lokalteil der OTZ Saalfeld-Rudolstadt: „Saalfelder Verein „Grenze[n]los“ will Verein des Monats werden“

„Weltweit befinden sich rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Immer mehr sind von Kriegen, Umweltkatastrophen und Hunger betroffen. Engagierte Leute aus der Region helfen Ankömmlingen. Die Mitglieder von Grenz[en]los, einem Verein für Menschenrechte mit Sitz in Saalfeld, sehen es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, die Motive und Probleme von Geflüchteten öffentlich zu machen“ – Wolfgang Schombierski in der OTZ vom 6.7.2015

Weiterlesen unter: OTZ Saalfeld

Möglichkeiten zur Stimmabgabe für unseren Verein wird es in der zweiten Julihälfte geben. Ausgewählte Volksbank-Filialen im Landkreis geben dann Stimmkarten aus. Der Verein mit den meisten Stimmen gewinnt 1000 Euro und auch unter denjenigen, die Ihre Stimme abgeben, werden Preisgelder verlost.

Fühlen Sie sich frei, uns bei diesem Wettbewerb zu unterstützen! Das Preisgeld geht im Falle unseres Gewinns an ein Kunstprojekt in Beulwitz.

LEBEN! – Mein Widerstand gegen Rechtsaußen. Saalfeld am 1. Mai 2015 | Reportage | EinsPlus

Pressemitteilung: Landkreis-Bündnis wertet 1. Mai aus: exzessive Neonazi-Gewalt, unverantwortliche Polizeistrategie, Konsequenzen erforderlich

Das Bündnis für Zivilcourage und Menschenrechte im Landkreis hat eine Zusammenfassung der Gegenproteste gegen den rassistischen Aufmarsch am 1. Mai in Saalfeld verfasst, der wir uns anschließen können:

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Planung von Versammlungsbehörde und Polizei im Hinblick auf das bundesweit größte Neonazi-Spektakel an diesem Tag in Saalfeld, dessen Durchführung, sowie An- und Abreise, völlig unverantwortlich waren und dadurch Gewalttaten durch Neonazi-Gruppen in Saalfeld begünstigte oder mindestens billigend in Kauf genommen wurden. Statt die Neonazi-Straftäter festzunehmen oder wenigstens Identitätsfeststellungen durchzuführen, wurden die Anhänger des ‘Dritten Weges’ am 1. Mai in Saalfeld sogar noch mit drei Demonstrationen belohnt“ so Ines Danzer. Auch Sprecher Thomas Endter meint „Im Vorfeld unserer Demonstration haben sich alle Gruppen äußerst kooperativ bei der Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden gezeigt. Umso enttäuschter und verbitterter sind wir jetzt darüber, wie lax mit den offenkundig gewalttätigen/-bereiten Neonazis während ihrer Randale, „Warm- Ups“ und ihres von Gewalt geprägten Aufmarsches umgegangen wurde. Positiv hervorzuheben ist, dass sich über Tausend Menschen den Neonazis auf eine vielfältige Art und Weise entgegenstellten und für eine solidarische Gesellschaft eintraten. Aus zahlreichen Berichten im Nachgang erfuhren wir, dass viele Menschen in der Stadt froh waren, dass wenigstens antifaschistische Gruppen in der Nähe waren und sie damit vor weiteren Übergriffen in der Innenstadt schützen konnten, da stellenweise keine Polizeikräfte aufzufinden waren. Die Auswertung dieses Tages ist noch lange nicht zu Ende und bedarf noch einer weiteren Aufarbeitung. Das Bündnis „Zivilcourage und Menschenrechte“ möchte gerne mit allen demokratischen Akteur_innen des Tages ins Gespräch kommen. Vor allem gilt es künftig sicherzustellen, dass die Zivilgesellschaft von ihrem Recht Gebrauch machen kann, gegen demokratiefeindliche Ideologien protestieren zu können – mit einem Gefühl der Sicherheit und der körperlichen Unversehrtheit. Hier sind auch die Sicherheitsbehörden gefordert, entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Die im Bündnis vernetzten Menschen werden sich von der massiven Neonazi-Gewalt am 1. Mai nicht einschüchtern lassen, sondern weiterhin gegen neonazistische und andere menschenfeindliche Bestrebungen im Landkreis aktiv sein und umso mehr für eine weltoffene Gesellschaft werben.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich unter: https://zumsaru.de/2015/05/18/pressemitteilung-landkreis-buendnis-wertet-1-mai-aus-exzessive-neonazi-gewalt-unverantwortliche-polizeistrategie-konsequenzen-erforderlich/