Bereits seit 2007 waren UnterstützerInnen aus Saalfeld aktiv daran beteiligt, dass die miserable Wohnsituation von Flüchtlingen in Katzhütte zunehmend öffentlich thematisiert wurde. Nach der Schließung des Heims in Katzhütte u.a. aufgrund von massivem Schimmelbefall des Gebäudes wohnen die Flüchtlinge inzwischen in einer neuen „Gemeinschaftsunterkunft“ in Beuwitz im Rande Saalfelds. Trotz der zum Teil verbesserten Wohnsituation sind die Menschen dort jedoch weiterhin von diskriminierenden und stigmatisierenden Maßnahmen betroffen: Ihre Bewegungsfreiheit war bis zum Juni 2013 noch durch die Residenzpflicht eingeschränkt. Ihr Aufenthaltsstatus bleibt zum Teil über Jahre unklar. Es handelt sich um Menschen, die häufig aufgrund politischer Missstände, Verfolgung, Folter und Misshandlung aus ihrer Heimat, geflohen sind. Sie leben also hier täglich in der Angst vor Abschiebung. Aus diesen und vielen weiteren Gründen gründete sich der Grenzenlos. Verein für Menschenrechte e.V. schließlich im April 2011, um die Flüchtlinge im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in sozialer und rechtlicher Hinsicht zu unterstützen. Wir sind in Bezug auf die Lernhilfe und Hausaufgabenunterstützung junger Flüchtlinge Teil des Integrationskonzepts im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Als gemeinnütziger und mildtätiger Verein fördern wir die Integration und Inklusion von Flüchtlingen in die Gesellschaft und möchten die Gesellschaft zugleich über Fluchtursachen sensibilisieren und aufklären. Zudem leisten wir finanzielle und aktive Hilfe für Flüchtlinge und leisten somit einen Beitrag zu einer humanen und weltoffenen Zukunft. Darüber hinaus unterstützen wir die Mildtätigkeit, durch verschiedene Projekte – z.B: durch Windellieferungen in ein Heim in La Paz (Bolivien), in dem Menschen mit körperlichen und seelischen Behinderungen wohnen (2011 bis 2013) und durch weitere Projekte.